Tarot-Legesystem entwerfen: 5 Schritte zum eigenen Legesystem
Veröffentlicht: 2026-03-20 | Tarot-Wissensreihe | ⏱ Ca. 7 Min. Lesezeit | 🌿 Fortgeschritten
Lernen Sie, personalisierte Tarot-Legesysteme von Grund auf zu entwerfen! 5 systematische Schritte: Frage definieren, Positionen planen, Bedeutungen zuweisen, testen und verfeinern. Über Standardlegesysteme hinausgehen.
Warum ein eigenes Legemuster entwerfen?
Jedes Tarot-Legemuster auf dem Markt — vom Drei-Karten-Zug bis zum Keltischen Kreuz — wurde entwickelt, um *allgemeine* Fragen zu beantworten. Doch deine Fragen sind oft einzigartig: nicht bloß „läuft die Beziehung gut?", sondern „was ist das Kommunikationsmuster zwischen uns, und wo muss ich etwas verändern?"
Wenn du lernst, deine eigenen Legemuster zu entwerfen, steigt die Treffsicherheit deiner Legungen dramatisch — denn jede Position beantwortet etwas, das du wirklich wissen musst.
Die meisten Tarot-Lehren konzentrieren sich darauf, *wie man bestehende Legemuster verwendet*, und gehen selten darauf ein, *wie man eines von Grund auf erstellt*. Dieser Artikel schließt diese Lücke.
5 Schritte zum Entwerfen deines eigenen Legemusters
Schritt 1: Definiere deine Frage präzise
Jedes Legemuster beginnt mit einer Frage. Schreibe deine auf und frage dich dann:
- Was ist der Kern dieser Frage?
- Welche Dimensionen muss ich verstehen, um sie zu beantworten?
- Wie viele Personen, Zeiträume oder Optionen sind beteiligt?
Beispiel:
- Vage: „Was wird mit meinem Job passieren?"
- Präzise: „Was ist das Haupthindernis, dem ich gerade bei der Arbeit gegenüberstehe, und welche inneren Ressourcen habe ich, um es zu überwinden?"
Eine präzise Frage offenbart ganz natürlich, wie viele Karten du brauchst und was jede einzelne fragen sollte.
Schritt 2: Bestimme deine Kartenpositionen und die Anzahl
Jede Position repräsentiert eine eigene „Linse" oder „Dimension". Gängige Strukturen sind:
Zeitlinien-Struktur (Vergangenheit → Gegenwart → Zukunft)
- Geeignet für: das Verstehen, wie sich Ereignisse entwickelt haben
- Kartenanzahl: 3–5
Multi-Perspektiven-Struktur (verschiedene Blickwinkel auf dieselbe Situation)
- Geeignet für: umfassendes Verständnis einer Situation
- Kartenanzahl: 4–6
Entscheidungs-Struktur (Option A vs. Option B)
- Geeignet für: binäre Entscheidungen
- Kartenanzahl: 4–8 (2–4 Karten pro Option)
Tiefen-Struktur (Oberfläche → Tiefe → Unterbewusstsein)
- Geeignet für: psychologische Erkundung, spirituelles Wachstum
- Kartenanzahl: 3–4
Das Prinzip: 3–7 Karten sind die Komfortzone für Anfänger. Mehr Karten bedeuten mehr Komplexität — und erfordern eine stärkere interpretative Zusammenführung.
Schritt 3: Gib jeder Position eine klare Bedeutung
Dies ist der entscheidendste Schritt. Jede Position braucht:
1. Einen Namen (um dir das Merken zu erleichtern)
2. Eine klare Frage (um deine Deutung zu leiten)
3. Einen Deutungsfokus (wonach suchst du in dieser Karte? Energie? Eine Figur? Einen umsetzbaren Rat?)
Beispiel: Legemuster für berufliche Herausforderungen (5 Karten)
| Position | Name | Frage |
|----------|------|-------|
| 1 | Kernhindernis | Was ist meine größte Blockade gerade? |
| 2 | Innere Ursache | Welche Überzeugung oder welches Muster verstärke ich? |
| 3 | Äußere Ursache | Wie prägen Umfeld oder andere diese Situation? |
| 4 | Ungenutzte Ressource | Welche Fähigkeit habe ich noch nicht eingesetzt? |
| 5 | Handlungsimpuls | Was ist der wichtigste nächste Schritt? |
Schritt 4: Teste es und passe es an
Sobald du es entworfen hast, verwende das Legemuster sofort:
- Liest sich die Karte an jeder Position natürlich?
- Fühlt sich irgendeine Position wie die falsche Frage an?
- Bildet die gesamte Legung ein m
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